„Man muss Musik ’sprechen’“: Christian Zacharias ist der Erzähler unter den Dirigenten und Pianisten seiner Generation. In jeder seiner durchdachten, detailgenauen und klar artikulierten Interpretationen wird deutlich, was er damit meint: Zacharias ist an dem interessiert, was hinter den Noten steckt.

Mit einer einmaligen Kombination von Integrität und Individualität, brillanter sprachlicher Ausdrucksfähigkeit, tiefem musikalischen Verständnis und einem sicheren künstlerischen Instinkt, sowie mit seiner charismatischen und einnehmenden Künstlerpersönlichkeit, etablierte sich Christian Zacharias nicht nur als weltweit führenden Pianist und Dirigent, sondern auch als musikalischer Denker. Zahlreiche umjubelte Konzerte mit den weltbesten Orchestern, herausragenden Dirigenten und vielfache Ehrungen sowie Aufnahmen zeichnen seine internationale Karriere aus.

Mit der Saison 2017/18 übernimmt Christian Zacharias die Position des Ersten Gastdirigenten beim Orquesta y Coro de la Comunidad de Madrid für die nächsten drei Spielzeiten und präsentiert sich u.a. mit seinem Schumann Festival, welches alle vier Symphonien und die großen Solokonzerte umfasst. Poesie ohne Worte – Schumanns Musik bildet einen zentralen Punkt in Zacharias musikalischem Schaffen und steht somit auch bei seinen Konzerten im Rahmen des Zermatt Festivals, in Gävle, Göteborg, Bukarest und Danzig auf dem Programm. Mit den Stuttgarter Philharmonikern knüpft er an die erfolgreiche musikalische Zusammenarbeit an und präsentiert ein weiteres Mozart/Bruckner Programm auf Deutschland-Tour. International ist er u.a. in Montreal, Porto, Bilbao und Bergen zu erleben.
Seine ausgewählten Klavierabende u.a. in Paris, Essen, Zürich und Lyon widmet er diese Saison den Komponisten Haydn und Bach und erläutert in seiner Piano-Lecture charmant Haydns Schöpfung aus dem Nichts.

Zu Zacharias‘ langjährigen musikalischen Partnern gehören das Saint Paul Chamber Orchestra, die Göteborger Symphoniker, das Boston Symphony Orchestra, das Kammerorchester Basel, das Konzerthausorchester Berlin und die Bamberger Symphonikern.
Daneben entwickelte er eine besondere Liebe zur Oper und leitete Produktionen von Mozarts „La Clemenza die Tito“ und „Le nozze di Figaro“ sowie Offenbachs „La Belle Hélène“. Die Produktion von Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“, welche er an der Opéra Royal de Wallonie in Liège dirigierte, wurde von der Association Professionnelle de la Critique Théâtre, Musique et Danse in Paris mit dem „Prix de l´Europe Francophone“ 2014/2015 ausgezeichnet.

Seit 1990 entstanden zudem diverse Filme mit Zacharias: „Domenico Scarlatti in Sevilla“, „Robert Schumann – der Dichter spricht“ (beide für INA, Paris), „Zwischen Bühne und Künstlerzimmer“ (für WDR-arte), „De B comme Beethoven à Z comme Zacharias“ (für RTS, Schweiz) sowie die Aufnahme aller Klavierkonzerte von Beethoven (für SSR-arte).

Das musikalisches Wirken von Christian Zacharias wurde vielfach geehrt, u.a. mit dem Midem Classical Award „Artist of the Year“ 2007, der ehrenvollen Auszeichnung „Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres“ des französischen Staates sowie eine Ehrung aus Rumänien für seine Verdienste um die Kultur. Darüber hinaus wurde Christian Zacharias 2016 zum Mitglied der Königlichen Schwedischen Akademie für Musik ernannt.

Zahlreiche von der internationalen Presse hoch gelobte Aufnahmen entstanden in seiner Zeit als Chefdirigent des Orchestre de Chambre de Lausanne. Besonders hervorzuheben ist die Gesamtaufnahme aller Klavierkonzerte Mozarts – ausgezeichnet mit dem Diapason d’Or, Choc du Monde de la Musique und ECHO Klassik – sowie aller Sinfonien Schumanns.

2015 und 2017 war Zacharias Vorsitzender der Jury des Clara Haskil Wettbewerbs und wird als Präsident der Jury des Geza Anda Wettbewerbs 2018 das Final-Konzert leiten.

Saison 2017/2018
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit dem Künstlersekretariat Schoerke.

© 2013 by Christian Zacharias